Emanzipatorische Lokalpolitik

Kontakt: geocities_gramsci@gmx.at
Schreib´ uns einfach, wenn du dich rund um das Thema „Emanzipatorische Lokalpolitik“ austauschen willst.  

Zusammenfassung des Workshops

Das Meinungsklima für emanzipatorische Politik ist durchaus da. Was jedoch fehlt, sind die Mehrheiten in Parlamenten und Regierungen, die neue Gesetze, Verordnungen, Institutionen schaffen, die neues Verhalten ermöglichen. Und es fehlen die vielen Koalitionen, die lokale Inseln des Neuen schaffen - an vielen Orten. Stellen wir uns vor, dass die vielen Menschen, die seit Jahren an globalen Strukturen herumdenken die Lust entwickeln, praktisch zu beweisen – zum Beispiel in einem Bezirk von Wien –, dass man nicht nur Köpfe, sondern auch soziale Räume verändern kann.

Was hat das mit Antonio Gramsci zu tun? Der Workshop möchte dazu einladen eine Auseinandersetzung mit dem Denken Gramscis und der (lokal)politischen Praxis zu denken. Dies soll anhand zweier exemplarischen Politikfelder und um die Auseinandersetzung um Identität und damit um das Alltagsverständis geschehen: Stadtentwicklung und Kulturpolitik.

Gramscianische Politik ist eine Politik mit den Menschen, die sich nicht auf Wahlagitation beschränkt, sondern Leben, Arbeiten und Freizeitgestaltung vor Ort anders gestalten will. Sie ist eine politisch-kulturelle Bewegung, die das Alltagsverständnis ändert.

 

Weiterführende Literatur

  • Anderson, Perry (1979): Antonio Gramsci: eine kritische Würdigung; Berlin: Olle & Wolter.
  • Heise, Mikiya/von Fromberg, Daniel (2007): „Die Machtfrage stellen“. Zur politischen Theorie Antonio Gramscis. in: Merkens, Andreas/u.a. (Hg.): Mit Gramsci arbeiten. Texte zur politisch-praktischen Aneignung Antonio Gramscis, Hamburg: Argument, 110-125.

  • Merrifield, Andy (2002): Metromarxism. A marxist tale of the city. New York, London: Routledge.